SANDRA BROWN
Sandra Brown

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Eisige Glut

Happy End Bücher.de-Nicole

11. Januar 2016

Ausgeklügelte Crimestory und unterhaltsame Lesemomente vs. gewisse Kritikpunkte...

Seit Ende der 70er Jahre, ist das Verbrecherpärchen Carl Wingert und Flora Stimel bereits auf der Flucht vor dem FBI. Ihnen werden zahlreiche Morde zur Last gelegt, doch bislang ist es der Polizei nicht gelungen, das flüchtige Paar zu fangen. Ein Zustand, den der FBI’ ler Gary Headly zu gerne berichtigen würde, doch trotz seines Einsatzes, sind Wingert und Stimel wie vom Erdboden verschluckt. Kurz vor Headlys Pensionierung jedoch ergibt sich durch Zufall eine heiße Spur. Eine Frau und ihr Geliebter wurden vom Ehemann der Frau umgebracht und die DNA des Geliebten weist die gleiche DNA auf, die einst auf einer Babydecke im Haus des Mörderpärchens gesichert werden konnte. Somit scheint es so, als ob Jeremy Wessens, ein Ex-Elitesoldat mit Auszeichnung, der Sohn von Carl und Flora gewesen ist.

Headlys Patensohn, der Journalist Dawson Scott, wird daher von Headly gebeten, an der Verhandlung teilzunehmen, bei der der Mörder von Jeremy abgeurteilt werden soll.
Im Gerichtssaal wird Dawson auf eine wichtige Zeugin aufmerksam- Amelia Nolan, Jeremys Ex-Frau, weckt sein Interesse. Er hofft, über sie an wichtige Informationen heranzukommen, die ihm womöglich eine Story liefern können. Da sich Amelia, zusammen mit ihren Söhnen, den Sommer über in einem kleinen Strandhaus am Meer einquartiert hat, mietet er kurz entschlossen das Haus nebenan an und sucht ihre Nähe. Doch Amelia ist alles andere als erbaut, als sie Dawson beim „stalken“ erwischt. Selbst als sie erfährt, dass Dawson ein ernstzunehmender Journalist ist, weist sie ihn zunächst in seine Schranken. Als jedoch Amelias junge Hausangestellte ermordet wird, wendet sich das Blatt, da Dawson Amelia endlich klar machen kann, dass sie und ihre Söhne sich womöglich in großer Gefahr befinden …

„Eisige Glut“ entwickelt sich etwas anders, als andere Thriller und Romantic Suspense Titel der Autorin. Und auch in Sachen Spannung lässt es Sandra Brown diesmal etwas langsamer angehen. Man erfährt zunächst etwas über eine gefährliches kriminelles Pärchen, das seit über 30 Jahren auf der Flucht ist. Die Brücke zwischen „gestern“ und heute“ schlägt deren Sohn Jeremy, der einst als glücklicher Familienvater und Ehemann erschien und der wegen posttraumatischer Belastungsstörungen plötzlich ein ganz anderer Mensch wurde. Ein gewalttätiger Mann, der Amelia dazu trieb, eine Scheidung anzustreben. Aber auch der Journalist Dawson leidet seit Einsätzen in Kriegsgebieten unter schweren traumatischen Störungen; somit ist er ganz froh über die Ablenkung, die ihm sein Patenonkel beschert.

Doch ausgerechnet die posttraumatischen Belastungsstörungen werden hier leider ein wenig zu sehr zur Nebensache degradiert; so überwindet Dawson diese und auch seinen übermäßigen Alkoholkonsum nebst Tabletteneinnahme, gegen Ende des Romans so unspektakulär, dass ich diesen Punkt ziemlich unglaubwürdig beschrieben empfand.
Und auch die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Amelia und Dawson fand ich völlig unnötig, da die Kriminalhandlung an sich schon genug Interessantes zu bieten hatte; Fans romantischer Lektüre werden aber sicherlich begeistert sein, da es die Autorin dazu nicht versäumt, ihrem Heldenpaar ausreichend Dialoge auf den Leib zu schreiben, die ihre Annäherung und Liebe füreinander untermauern.
Zudem sind Amelia und Dawson durchaus charismatische Akteure, zwischen denen es gehörig knistert.

Allerdings lässt Sandra Brown ihre Leser sehr schnell in die Karten schauen, was die eigentlich ausgeklügelte Kriminalstory angeht. Vieles entwickelt sich vorhersehbar, jedoch zumindest was einen Punkt betrifft, hält sie eine heftige Überraschung parat, die auch mich verblüfft hat.

Und dennoch gegen Ende schlichen sich einige Längen ein, für meinen Geschmack zog sich das „Showdown“ dann etwas zu schleppend und lang hin. Und auch in Sachen „Bösewichter“ konnte mich Sandra Brown nicht so sehr überzeugen wie sonst. Ich hatte einfach ein Problem damit, Jeremys blinde Hingabe seinem Vater Carl gegenüber, nachzuvollziehen und auch Floras Tagebucheinträge haben mich beim Lesen eher gelangweilt, weil man darin nichts wirklich Bahnbrechendes, was für den Storyverlauf wichtig gewesen wäre, erfährt.

Und trotz meiner doch zahlreichen Kritikpunkte, spricht es für das Schreibtalent der Autorin, dass ich den Roman trotz gewisser Längen in der zweiten Hälfte, nicht zur Seite legen mochte.
Ich war einfach auch neugierig darauf, in Erfahrung zu bringen, ob Dawson und Headly Recht mit ihrer Vermutung hatten, in Bezug auf Jeremys Verbleib.

Kurz gefasst: Zwar, wie ich finde, nicht unbedingt einer von Sandra Browns besten Romantic Suspense Titeln, doch bietet „Eisige Glut“ dennoch eine ausgeklügelte Crimestory und unterhaltsame Lesemomente, wenn es auch kleine Kritikpunkte zu bemängeln gibt.

Eisige Glut

Conny G.

09. Januar 2016

Spannende Unterhaltung

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog der ein Ereignis im Jahr 1976 schildert, dass in Golden Branch, Oregon, stattgefunden hat. Wir erleben das Terroristenpaar Carl Wingert und Flora Stimel sowie den FBI-Agenten Gary Headly. Auf dieses Ereignis wird im Verlauf der Geschichte öfter Bezug genommen, so dass der Prolog hier eine gewisse Grundlage legt. Was weiter in der damaligen Zeit geschah, erfährt man durch Tagebucheinträge von Flora Stimel, die immer wieder eingestreut werden und so dem Leser ab und zu einen kleinen Vorsprung beim Erkennen der Zusammenhänge bieten.

Nach diesem Prolog hält sich die Autorin nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern führt gleich die Hauptpersonen der Geschichte ein.
Der Journalist Dawson Scott ist erst seit kurzer Zeit zurück aus Afghanistan und von den Erlebnissen dort traumatisiert.
Sein Patenonkel, FBI-Agent Gary Headly, schafft es aber dennoch ihn davon zu überzeugen, dass er von einem Mordprozess berichten soll. Eines der Opfer soll der Sohn des Terroristenpaares sein, das Headly schon seit vielen Jahren erfolglos jagt.
Als Zeugin in diesem Prozess wird Amelia Nolan, die Ex-Frau des Opfers, befragt und weckt Dawsons Interesse. Er bleibt in ihrer Nähe, weil er sich erhofft, mehr Informationen über das Opfer zu bekommen, dessen Leiche nie gefunden wurde.

Anfangs ist die Geschichte noch nicht so sehr spektakulär und es gibt ausreichend Gelegenheit, die Protagonisten kennenzulernen.
Schnell ist auch klar, welche Art von Beziehung sich zwischen Amelia und Dawson entwickeln wird. Das braucht aber jede Menge Zeit, doch ständig ist eine prickelnde Anziehungskraft zwischen den beiden zu spüren.
Als im Umfeld von Amelia, die Mutter von zwei kleinen Jungen ist, merkwürdige Dinge geschehen, beginnt sich die Spannung aufzubauen. Spätestens als dann ein Mord geschieht, steigert sich die Spannung mehr und mehr und das Buch hat mich nicht mehr losgelassen.
Es finden sich immer mehr Puzzleteile und ganz allmählich bekommt man eine Ahnung, was geschehen sein könnte.
Auch wenn bereits etwa in der Hälfte des Buches das erste Geheimnis gelüftet wird, schadet das der Spannung auf keinen Fall. Die Autorin hält noch viele weitere Wendungen und Überraschungen bereit. Sie führt ganz allmählich alle Fäden zusammen und immer wenn ich dachte, nun wäre alles aufgeklärt, setzte sie noch "einen drauf" und sorgte mit einer weiteren Wendung bzw. Enthüllung noch einmal für eine Steigerung.

"Eisige Glut" hat mich durchgehend gefesselt, weil sich die Spannung langsam aufbaute und häufig steigerte.
Die Verknüpfung einer Geschichte aus der Vergangenheit und deren Bedeutung für einige Personen mit den Ereignissen in der Gegenwart ist gelungen und schlüssig.
Der romantische Teil der Geschichte und die Krimihandlung sind ausgewogen, wie man es auch von anderen Büchern der Autorin gewöhnt ist.
Die Protagonisten sind facettenreich und authentisch. Besonders Amelia war mir sympathisch, weil sie ihrer Linie treu bleibt und sich nicht unterkriegen lässt.
Auch der schon ältere FBI-Agent Headly hat mir gut gefallen, weil er ein "Vollblutpolizist" ist und für Gerechtigkeit sorgen will.
Aber auch die Nebencharaktere, wie z. B. die Rechercheurin Glenda, die man nie so richtig kennenlernt, oder Headlys Ehefrau, sind gut dargestellt und ergänzen die Geschichte wunderbar.

Sandra Browns neuer Thriller hat mich begeistert, mit seinem tollen Aufbau überzeugt und mich in spannenden Lesestunden gut unterhalten!


Fazit: 5 von 5 Sternen

Eisige Glut

Belles Leseinsel

05. Januar 2016

Er wird nicht ruhen



Reporter Dawson Scott ist gerade aus Afghanistan zurückgekehrt und hat eigentlich überhaupt kein Interesse daran über einen Mordfall zu berichten, auch wenn die Details noch so grausam zu sein scheinen. Doch sein Patenonkel und FBI-Agent Gary Headley überzeugt ihn davon, dass es sich lohnt über den Fall zu berichten, denn der Ermordete soll der Sohn eines Terroristenehepaares sein, welches Headley schon seit Jahrzehnten erfolglos jagt. Dawson trifft im Gerichtssaal auf Amelia Nolan, der Witwe des Ermordeten und sein Interesse an dem Fall ist geweckt. Bei seinen Recherchen deckt Dawson Informationen auf, die sich als lebensgefährlich für alle Beteiligten herausstellen sollen.

Seit Dawson aus Afghanistan zurückgekehrt ist plagen ihn Alpträume und Schlaflosigkeit, was er mit Tabletten und Alkohol versucht in den Griff zu kriegen. Da kommt der Anruf seines Patenonkels mehr aus unpassend, als dieser ihn bittet, über einen Mordfall zu berichten. Ein Mann soll seinen Ehefrau und deren Liebhaber getötet und anschließend an seine Hunde verfüttert haben. Das Brisante an dem grausamen Fall: Bei dem Liebhaber handelt es sich um Jeremy Wesson, der laut Überprüfung seiner DNA der Sohn eines Terroristenpaares sein soll, den Agent Headley bereits seit mehr als 40 Jahren erfolglos sucht. Nur seinem Patenonkel zuliebe macht sich Dawson auf den Weg in den Gerichtssaal in dem er prompt auf die attraktive Witwe von Jeremy Wesson trifft.

Mit „Eisiger Glut“ hält man einen Thriller in der Hand, der anfangs noch nicht einmal die Grundzüge eines Krimis zeigt. Doch das stört in keiner Weise, da Sandra Brown es bestens versteht, ihr Leser von der ersten Seite an zu unterhalten. So bizarr der Mordfall ist, so rätselhaft entwickelt sich die Geschichte, wobei man natürlich von Anfang ganz genau weiß, wohin die Beziehung zwischen Amelia und Dawson führen wird. Natürlich geht dies ohne scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und Problemen nicht vonstatten und somit ist mal wieder der Weg das Ziel. Die Beziehung zwischen Dawson und Amelia steht während des gesamten Romans klar im Mittelpunkt, die Thrillerhandlung ist eher Nebenschauplatz und schnell ist auch klar, was bzw. wer hinter den merkwürdigen Vorkommnissen steckt, die im Umfeld von Amelia geschehen.

Doch so vorhersehbar die Entwicklung der Story ist, Sandra Brown ist es dennoch gelungen, den einen oder anderen Überraschungseffekt einzubauen, der es wirklich in sich hat. Die Geschichte gestaltet sich durchweg sehr unterhaltsam und packend, auch dank der beiden wirklich sehr sympathischen Protagonisten, die ihre Ecken und Kanten haben. Allerdings darf man hier in Sachen Problembewältigung nichts Tiefsinniges erwarten. So wird Dawsons posttraumatische Belastungsstörung, welche er mit Pillen und Alkohol versucht in den Griff zu bekommen doch recht lapidar abgetan und gilt eigentlich mehr oder weniger nur als Alibifunktion, da sie zur Vergangenheit von Jeremy und somit zur Story passt.

Fazit: Ein Thriller ist etwas anderes, aber Sandra Brown versteht es dennoch bestens, ihre Leser von der ersten Seite an hervorragend zu unterhalten.

Eisige Glut

Tines Bücherkiste

05. Januar 2016

Der Leser wird völlig in seinem Bann gezogen

Den letzten Sandra Brown Thriller habe ich glaub vor 10 Jahren gelesen :-) Umso mehr habe ich mich jetzt darauf gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Sie weiss einfach, wie man die Leser bei Laune halten kann :-)

Man manchen Stellen ist der Thriller durchaus vorhersehbar und man ahnt schon früh, in welche Richtung die Beziehung zwischen dem Journalisten Dawson Scott und der Witwe Amelia Nolan geht wird. Aber nichts desto trotz ist die Story um den Ermordeten gut.
Es ist kein typischer Thriller, eben weil man das ein oder andere schon vorher sehen kann, aber Sandra Brown versteht es trotzdem den Leser in seinen Bann zu ziehen.

Eisige Glut

sl

23. Dezember 2015

Einfach nur furchtbar.

Bereits der deutsche Titel "Eisige Glut", wohl eine salbungsvolle Contradictio in adjecto von deutscher Verlagsseite, nimmt alles vorweg: Zu langweilig und kalt als Krimi, zu langweilig und kalt als Softporno.

Ein durchweg schlecht geschriebenes Buch, unzählige derart abgedroschene Klischees, dass man davon Hirnblutungen bekommt: Sie küssten sich minutenlang ohne zu atmen. / Sie erbebte mit jeder Faser ihres Körpers ... Dieses seitenweise hirnlose Gewäsch empfindet angeblich eine Frau, die in Todesangst um sich und ihre Kinder gerät. Wirklich nur zum Weglegen geeignet.

Der Krimi-Plot ist völlig plan- und sinnlos. Die, vorgeblich politischen, Ziele des letztlich alles bedingenden Carl Wingert sind von Beginn an nur unglaubwürdig entworfen, seine Darstellung als Terrorist bleibt bis zuletzt dümmlich und naiv. Die Figur des Jeremy Wesson: Warum eigentlich bestand der Plan darin, unbedingt Amelia Nolan zu heiraten, um sich dann ihr gegenüber wie ein Halbidiot aufzuführen und wahllos um sich herum zu morden? Es fehlt jedes eingehende Motiv. Der ganze Roman entbehrt jeder nachvollziehbaren, realistischen Krimi- oder Thriller-Handlung. Ich habe immer darauf gewartet, dass für irgendetwas tatsächlich noch mal eine Motivation, Begründung oder Rechtfertigung auftaucht, aber da kommt bis zum Schluss nichts Substanzielles.

Als wäre der Schmarrn nicht schon abgedroschen genug, überfrachtet die Autorin das Ganze mit dem obligatorischen Afghanistan-Krieg und der PTBS heimkehrender Soldaten, alles rosarot in Klischees verpackt, kein einziger greifbarer Fakt, einfach nur Seiten füllendes Gefasel. Innere und äußere Pseudo-Konflikte.

Am Schlimmsten: etwas mehr als ein Drittel des Romans präsentiert sich als verklemmter Blümchen-Sex-Softporno, bei dem man lediglich das Gefühl und den Geruch von Bio-Kernseife nachempfinden kann. Die in der 2. Hälfte des Romans stattfindende Szene höchster sexueller Begierde ist so knöchern, altjüngferlich und verkitscht, dass ich ganz ehrlich sagen muss: Lieber nie mehr Sex als so etwas. Das war echt zum Fremdschämen.

Schade um das Geld

Eisige Glut

Doris

20. Dezember 2015

Sandra Brown at her best

Jeremy Wesson ist tot. Ermordet vom Ehemann seiner Geliebten und an die Hunde verfüttert. Von seiner Exfrau Amelia hatte er sich bereits zuvor entfremdet, als aus dem liebevollen Ehemann und Vater ein an Alpträumen leidender, aggressiver Mann geworden war. Dawson Scott ist gerade erst aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und soll nun auf die Bitte seines Patenonkels Healy, eines ehemaligen FBI-Agenten, hin von der Verhandlung berichten. Er tut es widerwillig, doch als er Amelia zum ersten Mal als Zeugin im Gerichtsverfahren sieht, muss er sie kennenlernen. Nicht nur um Informationen zu beschaffen, sondern auch um mehr über sie zu erfahren. Anfangs ist die junge Frau abweisend; sie will ihre Söhne schützen und nicht, dass die Geschichte in einem Artikel ausgeschlachtet wird. Als sie von Healys und Dawsons Verdächtigungen erfährt, wird ihr allerdings klar, dass viel mehr hinter der ganzen Sache steckt als nur der Mord an Jeremy. Die Hintergründe sind viel erschreckender und das große Ganze viel weitreichender als anfangs zu erahnen ist.

Dawson Scott ist ein typischer Sandra Brown-Held wie ich ihn auch in „Kalter Kuss“ beschrieben habe. Er ist ganz und gar nicht perfekt, mit Fehlern und Makeln. Sein Job als Kriegsreporter hat seinen Tribut gefordert; er leidet an PTBS, greift zu Alkohol und Tabletten, um die Erinnerungen auszulöschen. Doch gerade dieses Nicht-Perfekt-Sein macht ihn für mich so interessant.

Amelia Nolan hingegen hat keine besonderen Laster oder Geheimnisse. Sie versucht einfach nur, ihr aus der Bahn geratenes Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und ihren Söhnen, die schon so viel durchgemacht haben, eine gute Mutter zu sein, was sie auch ist. Sie hat stets zu Dawson gehalten, auch als sich dieser zurückziehen wollte; war mitfühlend und rational denkend. Eine schöne, bemerkenswerte Heldin.

Jeremy Wesson hat kein Mitleid verdient. Trotzdem hat Dawson genau die richtigen Worte gefunden: „Und ja er tat mir leid. Weil auch er ein Opfer war.“ (Seite 430). Und als es zu Ende ging, hat Dawson einmal mehr bewiesen, dass er ein guter Mann ist. Ebenso scharf grenzt die Autorin ihre Bösewichte ab. Dieser hier ist wohl einer der schlimmsten Soziopathen, die sie bisher aufs Papier gebracht hat. Für die Dinge, die er gesagt und getan hat, hätte ich ihn am liebsten eigenhändig umgebracht.

Jede/r Autor/in hat seinen/ihren eigenen Stil. Sandra Brown gibt immer gerade so viel von der Handlung preis, dass die Neugier des Lesers befriedigt ist. Und gerade wenn man glaubt, der Geschichte folgen zu können; dass alle losen Fäden befriedigend verknüpft sind, gelingt es der Autorin mit einem weiteren überraschenden Kniff; einer weiteren unerwarteten Enthüllung noch einmal Spannung in die Geschichte zu bringen. Auch in „Eisige Glut“ verbindet sie Menschen und Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart so lückenlos, dass ich keine „plot holes“ entdecken konnte. Die Spannung wird dabei sorgfältig aufgebaut und bleibt unvorhersehbar. Auch die Nebencharaktere wie die Healys und Glenda sind nicht nur schöne, notwendige Beigabe, sondern tragen einen bedeutenden Teil zur Geschichte bei.

Wie ihre Charaktere sind auch Browns erotischen Szenen nicht „perfekt“ sondern ungeschönt und realistisch. In „Eisige Glut“ gibt es keine „unangenehm-peinliche“ Sexszenen (etwa in „Ewige Treue“); es braucht lange Zeit nicht einmal den eigentlichen Akt, um die schwelende sexuelle Spannung zwischen Dawson und Amelia greifbar zu machen. Das schaffen schon die wenigen sinnlichen Küsse und das angedeutete Verlangen. Und als es dann wirklich so weit ist, ist es erotisch und spontan.

Ich bin seit Jahren ein großer Sandra Brown-Fan (zumindest ihrer Thriller) und auch mit „Eisige Glut“ hat sie mich nicht enttäuscht. Ein solider romantischer Thriller voller Irrungen und Wirrungen, der keine Langeweile aufkommen lässt. Im Gegenteil, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und kann es kaum erwarten, etwas Neues von ihr in die Finger zu bekommen.

Ein Lob auch an den Verlag, dem eine wirklich gute Übersetzung gelungen ist. Ich hatte gar nichts daran auszusetzen, obwohl ich Übersetzungen ja sonst eher kritisch betrachte und meist lieber beim Original bleibe.

Vielen Dank an blanvalet und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Leseexemplars

Eisige Glut

Harakiri

13. Dezember 2015

Gute Unterhaltung

Amelia muss in einem Mordprozess aussagen. Über das Labourdaywochenende ist jedoch Pause und sie flieht mit ihren Kindern in die scheinbare Ruhe ihres Ferienhauses. Doch hier geschehen geheimnisvolle Dinge und Amelia gerät in Gefahr. Wem kann sie trauen? Als dann ihr Kindermädchen ermordet wird, überschlagen sich die Ereignisse und Amelia sucht Schutz bei Dawson. Doch auch der ist nicht ganz ehrlich zu ihr…



Sicher – ein etwas konstruiert wirkendes Buch, die Handlung ist schon sehr vorhersehbar (wobei sie mich in einem Punkt dann doch überrascht hat), aber dennoch durchaus lesenswert. Sandra Brown ist eine Autorin, die es versteht, Worte aneinanderzureihen, die sich beim Lesen quasi von selber wieder abspulen. Die Schreibweise ist dermaßen flüssig, dass man eine Seite nach der anderen in Rekordzeit umblättert und sich dennoch bestens unterhalten fühlt. Ihre Charaktere landen irgendwann miteinander im Bett – das ist immer so und stört auch nicht weiter, wenn es – wie hier- nicht überhandnimmt und die eigentliche Handlung überdeckt. Ich habe mich beim Lesen gut aufgehoben gefühlt und mit Amelie und ihren Kindern mitgefiebert. Auch in Dawson konnte ich mich gut hineinfühlen und er hat einige Sympathien in mir geweckt.

Die Handlung hatte einige spannende Stellen im Angebot, ließ dem Leser aber auch Zeit, sich zu erholen und gaukelte ihm eine heile Welt vor. Die aber gar nicht so heile war. Weit aus der Vergangenheit heraus sinnt jemand auf Rache – und die macht vor keinem Halt. Zugegen, auch das ist nicht neu, aber hier sehr spannend erzählt und relativ glaubwürdig aufgebaut.

Fazit: Ein unterhaltsames Buch mit wenig Tiefgang, aber dennoch wert zu lesen.

Warnschuss

Dorothea Müller

09. September 2015

verwirrend und spannend

Detektiv Duncan Hatcher ist fassungslos der Drogenbaron kommt schon wieder frei. Kurz darauf wird im Haus des Richters jemand erschossen und nichts passt zusammen. Nicht nur Elise, die Ehefrau des Richters verheimlichen was sondern auch der Richter selbst. Als dann Elise spurlos verschwindet und noch ein Toter auftaucht hat nix einen Sinn mehr.

Keine einzige Brotkrumen um schon vorher zu wissen wer der Böse ist. Ich war die erste Hälfte mehr verwirrt als das ich durchgeblickt habe. Irgendwie gab nichts einen Sinn, doch um so mehr ich gelesen habe gab sich langsam ein Bild ab. Die Spannung war trotz der Verwirrung da. :) Die Neugier hat aber auch geholfen. Obwohl ich Elise als Männerfresser nicht wirklich glaubwürdig war.

Süßer Tod

Dorothea Müller

03. August 2015

Spannung pur

Als Britt Shelly aufwacht, liegt sie in einem fremden Bett und neben ihr der Polizist Jay Burgess. Sie merk schnell das er tot ist. Sie weiß nicht mehr wie sie in das Bett gelangt ist noch warum Jay tot ist. Doch schnell wird sie verdächtigt ihn getötet zu haben. Dann taucht Ex-Feuerwehrmann Raley Gannon auf. Ihm passierte so was ähnliches.....

Als ich die ersten fünf Seiten gelesen hatte, dachte ich mir oh mein Gott was wird das für eine Geschichte. Doch dann wurde es endlich interessant und spannend, hörte bis zur letzten Seite auch nicht auf. Vor allem gibt es immer wieder Überraschungen, die man so nicht erwartet hatte. Ich konnte das Buch nur so verschlingen. Auch eine Liebesgeschichte gibt es, obwohl es recht holprig beginnt. :) Ein paar Stunden fesselt einen das Buch und aufhören ist eine Option.

Böses Herz

Anna

31. Mai 2015

Viele Wendungen

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber hat was. Der Kontrast der schlichten Farben gefällt mir gut und das rote Blatt sticht sehr raus.

Wenn man genau hinsieht, sieht man im Hintergrund Striche und Konturen. Ich finde, dass diese Ähnlichkeiten mit einem Ball haben, der auch im Buch eine wichtige Rolle spielen wird.

Der Einstieg ging direkt mehr oder weniger rasant los. Eigentlich wird der Leser direkt in das Buch hineingeworfen, ohne das er genau weiß, wer die Charaktere sind und wo er sich befindet. Das hat mir gut gefallen, da man zum einen direkt an das Buch gefesselt wird und zum anderen lernt man die Charaktere ja im Laufe des Buches am Besten kennen.

Die Charaktere finde ich gut getroffen. Auch wenn man es Honor anfangs nicht anmerkt, ist sie eine starke Persönlichkeit, die nicht davor zurück scheut, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Coburn hingegen war mir anfangs ganz und gar nicht sympathisch. Er war sehr egoistisch und nur auf sich bedacht und schreckte vor fast nichts zurück. Allerdings musste ich ihm auch schon da zu gute legen, dass er gewisse Situationen nicht ausgenutzt hatte. Im Laufe des Buches wurde er mir dann immer sympathischer, weil ich ihn auch viel besser kennenlernen konnte.

Auch wenn die Situationen oft heikel und traurig waren, gab es da noch die kleine Emily, die mit ihrem kindlichen Witz die Sache aufgelockert hatte und ich sie einfach ins Herz schließen musste. Selbst ein ach so starker Coburn, konnte ihr irgendwann nicht mehr widerstehen.

Die Handlung war nicht sehr rasant, aber dennoch meistens spannend. Ich konnte bis zum Ende hin mit fiebern.

Die Autorin schaffte es immer wieder mich zu verwirren, in dem sie Wendungen in den Thriller brachte und ich habe tatsächlich erst auf den letzten Seiten herausgefunden, wer all die Aufträge gibt.

Das Ende war dann doch noch einmal interessant. Allerdings hatten mich die letzten Seiten sehr unbefriedigt zurückgelassen, da der Leser nicht aufgeklärt wird, wie es mit Honor und Coburn weitergeht. Das fand ich sehr schade, da ich wirklich beide zu lieben gelernt hatte.